Archäologisches Kulturprogramm im Kreis Konstanz
Von den Rentierjägern bis in die Neuzeit, von Pfahlbauten bis zu Mittelalterburgen, von geheimnisvollen Grabhügeln bis zu Abfallgruben alter Siedlungen – Archäologie hat viele Facetten.
Entdecken Sie hier die spannende Geschichte des Hegaus und der westlichen Bodenseeregion.
Termine
Februar
05.02.2026 | Abend der Archäologie: Die Konstanzer Niederburg nach dem Brand vom 2. August 1355. Beobachtungen zum Wiederaufbau
Donnerstag, 5. Februar 2026 | 18.00 Uhr
Die Liste der für Konstanz überlieferten Brände umfasst allein für das 13. und 14. Jahrhundert neun verheerende Feuersbrünste. Dass sich derartige Ereignisse in den lokalen Überlieferungen niederschlugen, ist angesichts der katastrophalen Folgen mehr als verständlich, wobei jeder dieser Nachrichten der Verdacht einer bewussten Übertreibung anhaftet. So möglicherweise auch für den Brand vom 2. August 1355, bei dem ein ganzer Stadtteil, in diesem Fall die Niederburg, abgebrannt sein soll. Wie war es wirklich und welche Antworten verrät der erhaltene Baubestand? Diesen und anderen spannenden Fragen geht Burghard Lohrum, Bauforscher beim Land Baden-Württemberg, in seinem Vortrag nach. Ein Abend für alle, die sich für Archäologie, Bauforschung und die Geschichte unserer Stadt begeistern. Im Anschluss an den Vortrag lädt das Museum alle TeilnehmerInnen zu einem Umtrunk mit Gelegenheit zur Diskussion und Gesprächen ein.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz; keine Gebühr; Anmeldung erforderlich bis zum 02. Februar 2026 unter info@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0.
19.02.2026 | Vortrag: Funktioniert das überhaupt? In steinzeitlicher Ausrüstung durch die Alpen
Donnerstag, 19. Februar 2026 | 18.30 Uhr
Wie könnte die Ausrüstung der eiszeitlichen Menschen ausgesehen haben? Da sich kaum etwas erhalten hat, kommt man der Antwort nur durch Kombinationsgabe und viel Ausprobieren näher. Zu diesen und anderen spannenden Fragen referiert Paläotechniker André Schnellmann.
Ort und Veranstalter: Museum zu Allerheiligen, Klosterstraße 16, CH-Schaffhausen in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Schaffhausen; keine Gebühr.
März
05.03.2026 | Abend der Archäologie: Konstanz, Münsterhügel - da kennt man doch schon alles… Oder?
Donnerstag, 5. März 2026 | 18.00 Uhr
Caroline Bleckmann M.A. und Dr. Natalie Pickartz berichten über die faszinierenden Möglichkeiten der Geophysik als Erkundungsmethode der Archäologie. Denn geophysikalische Messungen ermöglichen einen zerstörungsfreien Einblick in den Untergrund. Mit Hilfe von Bodenradar können Leitungen, Mauern und Gräber identifiziert werden. Die Herausforderung besteht darin, archäologische Strukturen von modernen Leitungen zu unterscheiden. Auf einigen Teilflächen am Münsterhügel war dies erfolgreich. Neue Strukturen, die aus der Spätantike stammen oder zu Kellern längst abgerissener Bürgerhäuser gehören, wurden sichtbar. Im Anschluss an den Vortrag von lädt das Museum alle TeilnehmerInnen zu einem Umtrunk mit Gelegenheit zur Diskussion und Gesprächen ein.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz; keine Gebühr; Anmeldung erforderlich bis zum 02. März 2026 unter info@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0.
11.03.2026 | Vortrag: Archäologische Forschung zur Festung am Hohentwiel
Mittwoch, 11. März 2026, 19.00 Uhr
Der Hohentwiel ist ein markanter Vulkanberg der die Landschaft des Hegau prägt. Es wundert daher nicht, dass er bereits seit dem Neolithikum besiedelt worden ist. Eine erste mittelalterliche Befestigung des Berges ist um das Jahr 915 nachgewiesen. 970 begannen der schwäbische Herzog Burchard III. und seine Frau Hadwig zusätzlich damit, auf dem Twiel ein Kloster einzurichten. Die mittelalterliche Burg wurde mehrfach erweitert. Nachdem sie zu Beginn des 16. Jahrhunderts in den Besitz der Württemberger überging, baute man sie zu einer Landesfestung aus. Die Festung ist mit einer Größe von neun Hektar eine der größten Burgruinen Deutschlands. Vortrag von Dr. Bertram Jenisch, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.
Veranstalter: Freunde des Hohentwiels
Ort: Rathaus Singen (Hohgarten 2), Bürgersaal, Gebühr 10 €.
20.03.2026 | Buchvorstellung des Kellerbuchs zu den Stockacher Kellern
Freitag, 20. März 2026 | 15.00-17.00 Uhr
1704 wurde Stockach im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges niedergebrannt. Was erhalten blieb, sind die Keller. Niemand hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so intensiv mit Ihnen befasst wie der ehemalige Kulturamtsleiter und Historiker Thomas Warndorf. Nun liegt das Ergebnis seiner langen Forschungsarbeit vor: Das Stockacher Kellerbuch. An diesem Tag stellen wir in einer gemeinsamen Festveranstaltung das Buch vor und laden Sie herzlich ein, dieses Ereignis mit uns zu feiern.
Veranstalter: Stadtmuseum und Stadtarchiv Stockach in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein
Ort: Bürgerhaus Adler Post, Hauptstraße 7, 78333 Stockach; keine Gebühr.
20.03.2026 | Stockacher Kellerführung
Freitag, 20. März 2026 | 17.00-19.30 Uhr
Während Stockach 1704 oberirdisch fast vollständig zerstört wurde, blieben die alten Keller erhalten. Erleben Sie das einmalige Flair der Stockacher Keller bei dieser besonderen Führung mit dem Historiker und ehemaligen Kulturamtsleiter Thomas Warndorf, der sich mit dieser Führung aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Sektempfang ins Foyer des Kulturzentrums ein. Die Führung ist ab 7 Jahren geeignet. Eine Teilnahme Jüngerer ist leider nicht möglich.
Veranstalter: Stadtmuseum und Stadtarchiv Stockach in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein
Treffpunkt: Bürgerhaus Adler Post, Hauptstraße 7, 78333 Stockach
Mindestalter: 7 Jahre, Gebühr: Erwachsene 7 €, Kinde frei, VVK-Start: 20. Februar 2026 über tickets.stockach.de
Bitte festes Schuhwerk anziehen. In den Kellern kann es staubig sein. Bitte bei der Kleiderwahl berücksichtigen.
26.03.2026 | Vortrag: Kelten und Römer am nördlichen Bodensee
Donnerstag, 26. März 2026 | 20.00 Uhr
Spuren von Siedlungen, Hortfunden oder Gräbern als archäologische Zeugnisse der Urgeschichte nach dem Ende der Pfahlbauten im 9. Jahrhundert v. Chr. sind am Nordufer des Bodensees, von Bodman bis Lindau und im anschließenden „Hinterland“ bislang selten. Die archäologische Forschung erklärte dies oft mit einer offensichtlich geringen Attraktivität des Gebietes zwischen Überlinger See und Donau für die prähistorische landwirtschaftliche Nutzung. Klimatische Gründe, eine Wildnis, die schroffe Topographie und eine schwierige Zugänglichkeit fernab der maßgebenden Verkehrsachsen wurden erläuternd herangezogen. Nicht zuletzt stützten dies auch die frühen römischen Berichte zum Raum. Das Gebiet erschien in der Wissenschaft – wie der Schwarzwald, Oberschwaben oder das Allgäu im randlichen Baden, Württemberg oder Bayern – lange als prähistorischer „Ungunst- oder Durchgangsraum“ von geringer Bedeutung. Prof. Gunter Schöbel korrigiert dieses Bild und bietet einen Überblick über die aktuelle Quellenlage.
Ort: Torkel Bodman, Am Torkel 4
Veranstalter: Förderverein Museum Bodman-Ludwigshafen; keine Gebühr.
April
17.04.2026 | Führung: Der römische Gutshof von Engen-Bargen
Freitag, 17. April 2026 | 16.00 Uhr
Armin Höfler führt durch den im Wald bei Engen-Bargen gelegenen Gutshof mit seinen beeindruckend erhaltenen Ruinenhügeln. Dabei werden spannende Einblicke in die Erforschungsgeschichte der Villa rustica sowie in die römische Zeit im Hegau im 1.-3. Jh. n. Chr. geboten.
Treffpunkt: Engen-Bargen am Sportplatz (südlicher Ortsausgang; Hinweisschild: Römischer Gutshof)
Veranstalter: Römerstraße Neckar-Alb-Aare mit Stadt Engen und Hegau Geschichtsverein; keine Gebühr; keine Anmeldung notwendig.
Mai
03.05.2026 | Vernissage: 75 Jahre Hegau-Museum – Festliche Eröffnung des Jubiläumsjahres
Sonntag, 3. Mai 2026 | 11.00 Uhr
Vor 75 Jahren wurde das Archäologische Hegau-Museum im Singener Schloss am 3. Mai 1951 feierlich eröffnet. Damit zählt es zu den ältesten Museen Baden-Württembergs. Gleichzeitig begeht die archäologische Sammlung ihr 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass laden wir Sie zur festlichen Eröffnung des Jubiläumsjahres ein. Höhepunkt des Festaktes ist die Eröffnung der Sonderausstellung „Schatzkiste Hegau – Spuren der Erdgeschichte“. Zum ersten Mal zeigt das Hegau-Museum einzigartige Funde aus der archäologischen und geologischen Sammlung des Hauses. Schon in der Steinzeit nutzten Menschen die Gesteine des Hegaus für Werkzeuge und Bauwerke. Bis heute prägen sie unsere Kultur und Architektur. Doch ihre wahre Geschichte reicht viel weiter zurück: In den außergewöhnlichen Mineralien und Fossilien spiegeln sich die faszinierende geologische Entstehung und der Wandel der Hegau-Landschaft über Millionen von Jahren.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten; keine Gebühr.
06.05.2026 | Vortrag: Unser Welterbe - Die Pfahlbauten zwischen Sehnsuchtsort und Zukunftsvision
Mittwoch, 6. Mai 2026 | 19.00 Uhr
Die prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen gehören zu den faszinierendsten archäologischen Fundstätten Europas – und liegen direkt vor unserer Haustür in Baden-Württemberg. Seit 2011 zählen sie zum UNESCO-Welterbe und erzählen eindrucksvoll von den Lebenswelten unserer Vorfahren, die vor über 6000 Jahren an den Seeufern siedelten.
In ihrem Vortrag lädt Dr. Sarah Scoppie, Referentin für das Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen vom Landesamt für Denkmalpflege, dazu ein, das Welterbe neu zu betrachten: als Sehnsuchtsort mit einer langen und spannenden Forschungsgeschichte, aber auch als Lernort, der dazu beiträgt, unser kulturelles Erbe für die Zukunft zu bewahren. „Unsere Pfahlbauten“ sind dabei beides – historische Zeugnisse und zukunftsweisende Orte, die Verantwortung und Begeisterung zugleich wecken
Ort und Veranstalter: Rosgartenmuseum Konstanz, Rosgartenstraße 3, 78462 Konstanz; Gebühr: 15 €/Person (inkl. Aperitif). Anmeldung unter: 07531/900-2913 oder katharina.schlude@konstanz.de
07.05.2026 | Abend der Archäologie: Aachen zwischen Römerzeit und Karl dem Großen
Donnerstag, 7. Mai 2026 | 18.00 Uhr
Die Archäologie Aachens wurde lange Zeit auf Karl den Großen, seine römischen Wurzeln auf die Heilbäder reduziert. Andreas Schaub berichtet in seinem Vortrag über neuere Grabungen, die zeigen, dass der Ort zur Römerzeit mehr war als nur ein Kurbad. Forum, spätantikes Castrum, Benefiziarierstation und eine kaiserliche Bauinschrift zeugen von einem urbanen Gemeinwesen, dessen Geschichte sich kontinuierlich in das frühe Mittelalter fortschreiben lässt: „Ohne Römer kein Karl“ kann die plakative Aussage zu Aachen aus archäologischer Sicht nun lauten.
Im Anschluss an den Vortrag von lädt das Museum alle TeilnehmerInnen zu einem Umtrunk mit Gelegenheit zur Diskussion und Gesprächen ein.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz; keine Gebühr; Anmeldung erforderlich bis zum 04. Mai 2026 unter info@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0.
17.05.2026 | Internationaler Museumstag: Ein Blick hinter alte Mauern – Das Singener Schloss
Sonntag, 17. Mai 2026 | 11.00-18.00 Uhr
Das Singener Schloss ist seit 75 Jahren Heimat des Hegau-Museums. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt es um 1809 im Auftrag der Grafen von Enzenberg. Die Schlossgeschichte ist eng mit der Geschichte des Ortes Singen verbunden. Zum Internationalen Museumstag haben Besucherinnen und Besucher erstmalig die Gelegenheit, hinter die Mauern dieses Schlosses zu blicken. Exklusive Führungen über das Anwesen zeigen die faszinierende Geschichte der Entstehung und Nutzung des herrschaftlichen Areals. Für Kinder wird eine spannende Schlossrallye angeboten.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten; keine Gebühr.
19.05.2026 | Vortrag: Ein Tiroler Adelsgeschlecht im Hegau – Der Nachlass Enzenberg im Stadtarchiv Singen
Dienstag, 19. Mai 2026 | 19.00 Uhr
Seit dem 18. Jahrhundert findet sich das Adelsgeschlecht der Enzenberger in der Stadtgeschichte Singens wieder. Doch was verbindet die Enzenberger mit Singen? Welche Spuren haben sie hinterlassen? Auf rund 40 Metern lagert im Stadtarchiv der Nachlass der Adelsfamilie. Stadtarchivarin Britta Panzer berichtet über ein spannendes Kapitel der Singener Geschichte und darüber, wie der Archivbestand für heutige Forschungsfragen genutzt werden kann.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2 in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein e.V. und dem Amt für Geschichte und Kultur des Landkreises Konstanz; keine Gebühr.
24.05.2026 | Führung: Der Römische Gutshof von Eigeltingen
Pfingstsonntag, 24. Mai 2025 | 15.00 Uhr
Ewald Halder, Vorsitzender des „Fördervereins Römischer Gutshof Eigeltingen“, nimmt bei dieser Geländeführung Interessierte mit auf eine Zeitreise in die römische Vergangenheit Eigeltingens.
Die Villa Rustica von Eigeltingen wurde wohl gegen Ende des 1. Jahrhunderts gegründet und dürfte spätestens um 260 n.Chr. verlassen oder zerstört worden sein. Das Hauptgebäude, das zu den besterhaltenen römischen Ruinen in Baden-Württemberg gehört, wird heute mit einer Humusschicht geschützt. Das ausgegrabene Nebengebäude wurde in den Grundmauern konserviert und kann besichtigt werden. Darüber hinaus werden spannende Einblicke in die römische Geschichte des Hegaus geboten.
Ort: Eigeltingen, Richtung Homberg, Oberhalb Sonnenhof (ab Eigeltingen ausgeschildert; Veranstalter: Förderverein Römischer Gutshof Eigeltingen, Römerstraße Neckar-Alb-Aare und Gemeinde Eigeltingen in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein e.V.; keine Gebühr; www.roemischer-gutshof-eigeltingen.de
Juni
07.06.2026 | Museumsfest und interaktive Sonderausstellung „Rom lebt! Ein Mitmachabenteuer“
Sonntag, 7. Juni 2026 | ab 10.00 Uhr
Am 7. Juni 2026 findet das Museumsfest im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg statt. Der Eintritt in das Museum ist an diesem Tag frei. Zudem wird die interaktive Sonderausstellung „Rom lebt! Ein Mitmachabenteuer“, eine andere Art von Ausstellungserlebnis, eröffnet. Wieder lebendig macht die Zeit der Römer die Legio VIII. Augusta mit Vorführungen und reichhaltigem Anschauungsmaterial. Führungen und Mitmachaktionen runden das Programm ab.
In der Sonderausstellung „Rom lebt! Ein Mitmachabenteuer“ begibt man sich auf eine Zeitreise zu den Römern. Die Schau vereint mit einem modernen Konzept Interaktion, Wissen und Unterhaltung. Im Mittelpunkt stehen großformatige, lebensechte Bilder mit 3D-Effekt, vor denen sich Gäste selbst fotografieren können, so, als wären sie Teil einer römischen Alltagsszene. Zu jeder Szene werden passende Originalfunde und Rekonstruktionen gezeigt, die den musealen Hintergrund verdeutlichen. Kurze Begleittexte greifen überraschende Aspekte des Alltags im alten Rom auf und schaffen eine zusätzliche inhaltliche Ebene. Mehrere Mitmachstationen laden dazu ein, antike Bau- und Handwerkstechniken spielerisch auszuprobieren – Geschichte, die man anfassen darf.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Landesmuseum, Benediktinerplatz 5, Konstanz
Eintritt Sonderausstellung:
Kinder (6-17 Jahre): 3,- Euro, ermäßigt 2,-
Erwachsene inkl. Schausammlung: 7,- Euro, ermäßigt 6,- Euro
Familien klein (1 Erw., 2-4 Kinder): 12,- Euro
Familien groß (2 Erw., 2-4 Kinder): 19,- Euro
Gruppenpreis für Schulklassen ab Klasse 5 mit Führung (max. 30 Personen): 70,- (Führung) zzgl. 2,- pro Kind, 2 Begleitpersonen frei
Führungen für Familien und Erwachsene: 70,- (Führung) zzgl. Eintrittspreis (Ermäßigung ab 10 Teilnehmern).
Für Kindergartengruppen, KiTa-Gruppen und Grundschulklassen (4 bis 10 Jahre, bis 30 Kinder + Begleitpersonen) wird es dienstags und donnerstags zwischen 10.00 Uhr und 15.30 Uhr kurze altersgerechte Einführungen in die Ausstellung geben. Hierfür ist eine vorherige Anmeldung der Gruppen erforderlich. Der Aufenthalt der Gruppen in der Ausstellung beträgt max. 90 min. Kosten: 2,- pro Kind, Begleitpersonen frei.
Angebot für Kindergeburtstage (max. 10 Kinder, ab 6 Jahren): Workshop (60 min) „Salben und Öle (125 Euro)“, „Römische Spiele (100 Euro)“ oder „Römische Mosaike (165 Euro)“ und im Anschluss Besuch der Ausstellung mit Kurzeinführung (im Preis der Workshops inbegriffen).
Informationen zu Anmeldungen und Buchungen werden rechtzeitig auf der Website des Archäologischen Landemuseums Baden-Württemberg bekannt gegeben.
09.06.2026 | Vortrag: Singen und der Hegau im Frühmittelalter – Die Ausbildung einer fruchtbaren Siedlungslandschaft
Dienstag, 09. Juni 2026 | 19.00 Uhr
Das Frühmittelalter im Hegau zeichnet sich durch eine blühende Entwicklung der Siedlungslandschaft aus. Dabei spielten nicht nur die fruchtbaren Böden eine große Rolle, sondern auch die Nähe zu Konstanz war ein wichtiger Faktor. Dort wurde schon früh das Bistum Konstanz gegründet. Reiche Gräberfelder und Siedlungsüberreste zeigen anschaulich, wie der Hegau vom Ende der spätrömischen Zeit bis zum Stammesherzogtum Alamannien ausgesehen hat. Prof. Dr. Claudia Theune spricht über die Entstehung einer einzigartigen Siedlungslandschaft in Singen und dem Hegau während des Frühmittelalters.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2 in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein e.V. und dem Amt für Geschichte und Kultur des Landkreises Konstanz; keine Gebühr.
21.06.2026 | Radtour: Schatzkammer Hegau
Sonntag, 21. Juni 2026 | 10.30 Uhr
Eine geführte Radtour mit Nuria Schäfer M. A. verbindet Bewegung in der Natur mit spannenden Einblicken in die archäologische Vergangenheit des Hegaus. Die Strecke führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, vorbei an Siedlungen aus der Jungsteinzeit, Grabhügeln aus der Eisenzeit und einem römischen Gutshof. Unterwegs werden Fundstellen gezeigt, die von der frühen Besiedlung der Region erzählen. Sie veranschaulichen die Veränderungen im Leben der Menschen über viele Jahrhunderte hinweg. Die Tour bietet somit eine interessante Mischung aus Bewegung, Landschaft und Archäologie – perfekt, um den Hegau einmal anders zu erleben.
Treffpunkt und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2; keine Gebühr. Anmeldung erforderlich unter Tel. 07731-85268 oder per E-Mail an hegau-museum@singen.de
Juli
12.07.2026 | Führung: Eine Geschichte aus Feuer und Eis – Die Geologie des Hegaus
Sonntag, 12. Juli 2026 | 10.30 Uhr
Der Hegau ist geprägt von seinen sieben Vulkanen, die sich über die Landschaft erheben. In 145 Millionen Jahren Erdgeschichte hat der Hegau viele Veränderungen durchgemacht. Zahlreiche archäologische Funde zeigen zudem die wirtschaftliche Bedeutung der Gesteine für den Menschen. Denn nicht nur in der Altsteinzeit waren diese eine wichtige Ressource. Auch heute noch finden wir Natursteine des Hegaus in historischen Gebäuden wieder. Armin Scherzinger zeigt anschaulich, wie sich die Landschaft des Hegaus geformt hat und wie Menschen die Gesteine seit jeher für sich nutzen.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2; keine Gebühr.
21.07.2026 | Philosophisches Gespräch: Was ist Zeit?
Dienstag, 21. Juli 2026 | 19.00 Uhr
Zeit begleitet uns unaufhörlich – sie ordnet unseren Alltag, bestimmt Geschichte und prägt unser Denken. Doch was Zeit eigentlich ist, bleibt eine offene Frage: Existiert sie als etwas Eigenständiges oder beschreibt sie nur Veränderungen in der Welt? Kann sie schneller oder langsamer vergehen – und gab es vor der Zeit überhaupt ein „ohne Zeit“? Schon seit der Antike zählt diese Frage zu den großen Themen der Philosophie. Im Hegau-Museum eröffnet PD Dr. Rico Gutschmidt mit einem kurzen Impuls das 6. Philosophische Gespräch des Singener Museumsvereins und lädt die Besucherinnen und Besucher ein, gemeinsam über die Bedeutung von Zeit nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. Moderation: Wolfgang Trautwein
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2; keine Gebühr.
22.07.2026 | Archäologischer Spaziergang und Grabungsführung: Petersfels und Drexler Höhle im Brudertal
Mittwoch, 22. Juli 2026 | 16.00 Uhr
Wegen der großen Nachfrage wird die Veranstaltung im Sommer 2026 erneut angeboten. Die im Brudertal bei Engen in nächster Nähe zueinander gelegenen archäologischen Fundstellen Petersfels, Gnirshöhle und Drexlerhöhle bieten spektakuläre Einblicke in das Leben späteiszeitlicher Jäger und Sammler. Seit 2020 widmet sich das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Rahmen eines Forschungsprojektes dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Dr. Yvonne Tafelmaier vom Landesamt für Denkmalpflege führt zu den laufenden archäologischen Untersuchungen an der Drexler Höhle (ab ca. 17.00 Uhr) und informiert über den derzeitigen Forschungsstand. Zuvor gibt Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald einen Überblick über die Erforschung der benachbarten Petersfelshöhle mit ihren einzigartigen Kunstwerken.
Treffpunkt am Parkplatz „Eiszeitpark Engen“ hinter P+M-Parkplatz am Kreisel an der Aacher Straße in Engen (Ortseingang Gewerbegebiet von A81 kommend). Bitte an festes Schuhwerk und gegebenenfalls an Regenkleidung oder Sonnenschutz denken.
Veranstalter: Hegau Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Engen und dem Amt für Geschichte und Kultur des Landratsamtes Konstanz; keine Gebühr.
24.-26.07.2026 | Internationale Einbaumregatta in Wangen am Bodensee (Gemeinde Öhningen)
Freitag 24. bis Sonntag 26. Juli 2026
Vorankündigung. Genaue Informationen folgen.
Eröffnungsveranstaltung mit Abendvortrag am 24.07.26 ab 18:00h.
Das Rennen findet am 25.07.26 in der Bucht vor dem Museum Fischerhaus statt. Start 15:00 Uhr. Preisverleihung im Laufe des Abends.
Veranstalter: Museum Fischerhaus in Kooperation mit International & Swiss Coordination Group UNESCO Palafittes und dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen)
Ort: Öhningen-Wangen, Museum Fischerhaus
Veranstalter und Partner
Über Uns
Der Landkreis Konstanz gehört zu den fundreichsten Regionen in Südwestdeutschland. Seit 1967 verfügt der Landkreis daher über eine kommunale Archäologie am Landratsamt Konstanz. Die Kreisarchäologie führt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und archäologischen Fachfirmen zahlreiche Rettungsgrabungen in Baugebieten, beim Straßenbau, in Kiesabbaugebieten und bei anderen Bauarbeiten durch. Zusammen mit Museen, historischen Vereinen, Kommunen und Denkmalbehörden werden die Ausgrabungsergebnisse und neusten Entdeckungen in Vorträgen, Führungen und Ausstellungen Einheimischen und Gästen präsentiert. Über diese und weitere Veranstaltungen unserer Partnerinstitutionen können Sie sich hier auf unserem Veranstaltungskalender „archaeologie-landkreis-konstanz.de“ informieren. Wir laden Sie herzlich ein, anhand dieses vielfältigen archäologischen Kulturprogramms, die spannende Geschichte der westlichen Bodenseeregion zu entdecken.