Archäologisches Kulturprogramm im Kreis Konstanz
Von den Rentierjägern bis in die Neuzeit, von Pfahlbauten bis zu Mittelalterburgen, von geheimnisvollen Grabhügeln bis zu Abfallgruben alter Siedlungen – Archäologie hat viele Facetten.
Entdecken Sie hier die spannende Geschichte des Hegaus und der westlichen Bodenseeregion.
Termine
September
20.09.2025 | Museumsnacht: Zeitreise der Musik
Samstag, 20. September | 17.00 bis 24.00 Uhr
Die Museumsnacht bietet eine Reise durch die Geschichte der Musik! Von den ersten Klängen der Steinzeit bis zu den beeindruckenden Melodien der Römer. Zu entdecken gibt es Musikinstrumente und Klänge aus vergangenen Epochen. In spannenden Workshops können auch eigene Musikinstrumente als Andenken hergestellt werden. Erleben Sie in dieser Nacht Musik und Geschichte auf eine ganz besondere Art!
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2; keine Gebühr.
Oktober
08.10.2025 | Vortrag: Der Galgen bei Allensbach – Ausgrabung und Erforschung einer frühneuzeitlichen Richtstätte am Bodensee
Mittwoch, 8. Oktober 2025 | 19.00 Uhr
Die Entdeckung und archäologische Untersuchung einer frühneuzeitlichen Hinrichtungsstätte bei Allensbach im Jahr 2020 stieß bei der Öffentlichkeit und den Medien bundesweit auf großes Interesse. Der vom 16. bis ins 18. Jahrhundert genutzte Richtplatz der Herrschaft Reichenau gehört zu den wenigen umfassend archäologisch untersuchten Richtstätten der frühen Neuzeit im deutschsprachigen Raum. In ihrem Vortrag im Rahmen des „Themas des Monats“ stellen Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald und der Anthropologe Dr. Michael Francken vom Landesamt für Denkmalpflege die archäologischen Befunde sowie die Untersuchungsergebnisse zu den am Richtplatz aufgefundenen Skelettreste vor.
Ort und Veranstalter: Rosgartenmuseum Konstanz, Zunftsaal, Rosgartenstraße 3
Gebühr: 12 € (Inkl. Aperitif); Anmeldung unter: 07531/900-2913 oder katharina.schlude@konstanz.de
09.10.2025 | Vortrag: Spektakulär, unerwartet und ein Glücksfall - Das neuendeckte frühkeltische Fürstengrab von Irlbach, Lkr. Straubing-Bogen, Niederbayern
Donnerstag, 9. Oktober 2025 | 19.00 Uhr
Der Inhalt eines auf den ersten Blick unspektakulären Kartons, der Mitte November 2022 in der Kreisarchäologie des Landkreises Straubing-Bogen abgegeben wurde, führte zu einer der außergewöhnlichsten und bedeutendsten Entdeckungen der bayerischen Archäologie der letzten Jahrzehnte. Ein neben einem etruskischen Bronzebecken und Resten eines Tongefäßes im Karton befindliches, im Situlenstil verziertes Bronzegefäß, ist das bislang einzige eisenzeitliche, derart gestaltete Prunkgefäß nördlich der Alpen. Mit weiteren exzeptionellen Funden stammt es aus einem außerordentlich reich ausgestatteten frühlatènezeitlichen Fürstengrab aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., das der Straubinger Kreisarchäologe Dr. Ludwig Husty im Rahmen eines Vortags vorstellen wird.
Ort: Singen, Rathaus, Hohgarten 2, Bürgersaal
Veranstalter: Stadt Singen in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein und dem Amt für Geschichte und Kultur des Landkreises Konstanz
Gebühr: 10 € (Mitglieder 8 €); Abendkasse oder Karten-Vorverkauf unter: Spektakulär und ein Glücksfall – Das neu entdeckte frühkeltische Fürstengrab von Irlbach, Niederbayern
10.10.2025 | Führung: Der römische Gutshof von Tengen-Büßlingen
Freitag, 10. Oktober 2025 | 15.00 Uhr
Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald führt über den römischen Gutshof von Büßlingen, der zu den größten Anlagen dieser Art in Baden-Württemberg zählt. Anhand der konservierten Fundamente der römischen Bauwerke werden Einblicke in die römische Geschichte des Hegaus sowie in das Leben der Bewohner der Villa Rustica vor etwa 1800 Jahren geboten.
Ort: Freilichtmuseum Römischer Gutshof Büßlingen (ab Büßlingen ausgeschildert)
Veranstalter: Römerstraße Neckar-Alb-Aare mit Stadt Tengen, Hegau Geschichtsverein, Amt für Geschichte und Kultur Landkreis Konstanz
Keine Gebühr; keine Anmeldung notwendig.
21.10.2025 | Vortrag: Friede, Freude, Hirsekuchen? Untersuchungen im Hegau liefern neue Erkenntnisse zur Bronzezeit
Dienstag, 21. Oktober | 19.00 Uhr
Im Hegau hat sich die Quellenlage zur Bronzezeit in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten grundlegend geändert. Kannte die Archäologie abseits der berühmten Pfahlbauten am Bodensee bis anhin vor allem einzelne Grabfunde, füllt sich das Landesinnere nun zusehends mit Fundstellen, die regelmäßig bei Bauarbeiten entdeckt werden. Ausgehend von den großflächigen Rettungsgrabungen in der Kiesgrube „Kohler“ bei Anselfingen umreißt der Vortrag von Dr. Benjamin Höpfer, wie sich unser Bild besonders vom Leben in der mittleren Bronzezeit (ca. 16. bis 14. Jahrhundert v. Chr.) hierdurch ändert.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2 in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein e.V. und dem Amt für Geschichte und Kultur des Landkreises Konstanz; keine Gebühr.
23.10.2025 | Online-Vortrag: Stettfurt-Sonnenberg, eine jungstein- und bronzezeitliche Höhensiedlung im Kanton Thurgau
Donnerstag, 23. Oktober 2025 | 10.30 Uhr
Beim hoch über dem Lauchetal liegenden Schloss Sonnenberg im thurgauischen Stettfurt wurden 2009-2016 gut erhaltene prähistorische Schichten archäologisch untersucht. Die komplexen freigelegten Befunde sind das Ergebnis von mehrfachen Abtragungen im Bereich der Hügelkuppe und Sedimentanschüttungen im abschüssigen Gelände vom Neolithikum bis in die frühe Neuzeit. Das Fundmaterial umfasst unter anderem ein Ensemble aus dem frühen Jungneolithikum - womit der Sonnenberg zu den ältesten bekannten Siedlungen im Thurgau zählt. Erstaunlich sind die zahlreichen und gut erhaltenen Artefakte aus der Pfyner Kultur (um 3700 v.Chr.) und der Horgener Kultur (um 2800 v.Chr.). In der Frühbronzezeit wurde entlang der Böschung eine Holz-Stein-Mauer angelegt. Im Vortrag werden die Funde und Befunde präsentiert und die Frage nach "pfahlbauzeitlichen" Höhensiedlungen diskutiert.
Referentin: Simone Benguerel, Amt für Archäologie Thurgau, Leiterin Bereich Archäologie
Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Dienstsitz Hemmenhofen, Fachbereich Feuchtbodenarchäologie.
Zoom Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/95104902350?pwd=mtBMYLbRhW4tBmfb9mZaj6M18YKXNn.1
Meeting-ID: 951 0490 2350
Kenncode: 918328
Weitere Infos unter: jasmin.schadmehri@rps.bwl.de, Tel. +49 7735 / 93 777 112
25.10.2025 - 15.03.2026 | Sonderausstellung «Eiszeit. Leben vor 17'000 Jahren» im Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen
25. Oktober 2025 – 15. März 2026 | Dienstag–Sonntag 11–17 Uhr
Vor rund 17’000 Jahren kamen nach dem Rückzug der Eiszeitgletscher wieder Menschen in unsere Region. Die Welt war damals eine andere als heute. Rentierherden, Moschusochsen und das gewaltige Mammut zogen durch die spärlich bewachsene Kältesteppe. Die Menschen folgten ihnen und trafen sich im Frühling bei der Kesslerlochhöhle zur Rentierjagd. In der Nähe beschafften sie sich Feuerstein und stellten Werkzeuge, Waffen und Kleider her. Dass sie keine primitiven Höhlenmenschen waren, beweisen ihre filigranen Kunstwerke. Die Ausstellung zeigt, wie diese Menschen lebten, was wir über sie wissen – und was nicht. Zahlreiche Mitmachstationen laden dazu ein, altsteinzeitliche Techniken und Werkzeuge selbst auszuprobieren und in das Leben vor 17’000 Jahren einzutauchen.
Ort und Veranstalter: Museum zu Allerheiligen, Klosterstraße 16, Schaffhausen; Eintritt 12 CHF (ermäßigt 9 CHF; bis 19 J. frei)
November
04.11.2025 | Vortrag: Auf steinigen Pfaden – Befestigte Wegtrassen im eisenzeitlichen Hegau
Dienstag, 04. November 2025 | 19.00 Uhr
Der Bau von antiken Straßen und Wegen wird meist mit den Römern in Verbindung gebracht. Ältere befestigte Wegabschnitte wurden nur selten nachgewiesen. Meist stieß man bei Ausgrabungen in Mooren und Feuchtgebieten auf Bohlenwege oder ähnliche Konstruktionen. Im Landkreis Konstanz kamen in den letzten Jahren bei größeren Flächengrabungen mehrere straßenartige Strukturen zutage. Sie stammen aus der älteren Eisenzeit und liegen auf mineralischen Böden. Der Konstanzer Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald stellt in seinem Überblicksvortrag die Befunde näher vor und gibt spannende Einblicke in diese Infrastrukturmaßnahmen der frühen Kelten im Hegau. Dabei werden auch Ergebnisse der jüngsten Ausgrabungen beim Kieswerk Kohler in Engen-Anselfingen präsentiert.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2 in Zusammenarbeit mit dem Hegau Geschichtsverein e.V. und dem Amt für Geschichte und Kultur des Landkreises Konstanz; keine Gebühr.
04.11.2025 | Vortrag: Archäologische Highlights 2025 der Kantonsarchäologie Schaffhausen
Dienstag, 04. November 2025 | 19.00 Uhr
Alljährlich im November berichtet die Kantonsarchäologin Katharina Schäppi über aktuelle Ausgrabungen und Forschungsprojekte der Kantonsarchäologie Schaffhausen. Erfahren Sie aus erster Hand von jüngsten archäologischen Entdeckungen im Kanton, neusten Erkenntnissen und Forschungen. Freuen Sie sich auf faszinierende Einblicke in die Arbeit der Archäologinnen und Archäologen. Nutzen Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu diskutieren und die aus der Vergessenheit wieder aufgetauchten Funde zu studieren.
Ort und Veranstalter: Kantonsarchäologie Schaffhausen in Zusammenarbeit mit dem Museum zu Allerheiligen, Klosterstraße 16, Schaffhausen; keine Gebühr.
06.11.2025 | Online-Vortrag: Halbtrocken, aber dennoch gehaltvoll. Neues zum Auswertungsprojekt der Pfahlbaustation Risch-Oberrisch am Zugersee
Donnerstag, 06. November 2025 | 10.30 Uhr
Die prähistorischen Ufersiedlungen am zentralschweizerischen Zugersee bieten ein reiches Quellenpotential für verschiedenste archäologische Fragestellungen. An der Fundstelle Risch-Oberrisch, Aabach am westlichen Zugersee führte das Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug zwischen 1995 und 2010 archäologische Untersuchungen durch. Besonders eine jungneolithische Fundschicht mit Spuren eines Brandereignisses aus der Zeit um 3700 v. Chr. erregte durch ihre außergewöhnlich gute Befund- und Funderhaltung Aufmerksamkeit. Die seither erfolgten interdisziplinären Untersuchungen werden seit 2023 in einem Auswertungsprojekt zusammengeführt. Im Fokus steht auch die Fragestellung, wie sich wechselnde Erhaltungsbedingungen zwischen feuchtem und trockenem Bodenmilieu wie auch Erosion auf die Interpretierbarkeit der Befunde auswirken. Im Vortrag werden erste Ergebnisse des Auswertungsprojekts präsentiert. Daneben werden wichtige Erkenntnisse zur kulturellen Situation im späten Jungneolithikum und zur frühesten Kupfermetallurgie am Zugersee vorgestellt.
Referent: Dr. des. Philipp Gleich, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Zug
Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Dienstsitz Hemmenhofen, Fachbereich Feuchtbodenarchäologie
Zoom Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/95104902350?pwd=mtBMYLbRhW4tBmfb9mZaj6M18YKXNn.1
Meeting-ID: 951 0490 2350
Kenncode: 918328
Weitere Infos unter: jasmin.schadmehri@rps.bwl.de, Tel. +49 7735 / 93 777 112
13.11.2025 | Abend der Archäologie: Spurensuche im Mittelalter: archäologische Funde und ihre historischen Bezeichnungen
Donnerstag, 13. November 2025 | 18.00 Uhr
Bei archäologischen Ausgrabungen tauchen faszinierende Objekte des Mittelalters auf: Dolche, Kettenhemden, Topfhelme, Trippen oder Trogmühlen. Doch ein Blick in die mittelalterlichen Schriftquellen sorgt für Überraschung – dort scheint es diese Dinge gar nicht zu geben. Das liegt daran, dass viele der heutigen Begriffe erst in den letzten 200 Jahren entstanden sind. Spannend wird es, wenn interdisziplinäre Forschung den historischen Namen dieser Objekte auf die Spur kommt. Plötzlich öffnen sich Gesetzestexte, Inventare und Chroniken, die nicht nur die Dinge selbst, sondern auch ihre Rolle in der mittelalterlichen Kulturgeschichte lebendig werden lassen. Dr. Fabian Brenker (Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg) nimmt Sie bei diesem Vortrag mit auf eine Reise zwischen Fundstücken und Schriftquellen und zeigt, wie Archäologie und Geschichtswissenschaft gemeinsam neue Einblicke ins Mittelalter eröffnen. Kleiner Apéro im Anschluss.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, Konstanz; keine Gebühr.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist aufgrund der Raumkapazität begrenzt.
Anmeldung bis 06. November 2025 per E-Mail an: info@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0.
20.11.2025 | Online-Vortrag: Die Kapuzinerinsel in Kärnten: Erste dendrochronologisch datierte Pfahlbausiedlung am Wörthersee?
Donnerstag, 20. November 2025 | 10.30 Uhr
Die Tallandschaften entlang der südlichsten Ausläufer der österreichischen Alpen beherbergen zahlreiche Feuchtgebiete und große Seen mit erheblichem Potenzial für moderne archäologische Forschung. Neue unterwasserarchäologische Untersuchungen im Wörthersee führten zur Wiederentdeckung einer prähistorischen Pfahlbausiedlung entlang der Kapuzinerinsel, die einen bedeutenden Meilenstein für die Erforschung prähistorischer Seeufersiedlungen in Österreich darstellt. Die vielphasigen Befunde der Flachwasserzone lassen sich dem 4. Jahrtausend v. Chr. zuordnen. Die im Herbst 2024 durchgeführten Ausgrabungen ermöglichten erstmals detaillierte Einblicke in die architektonischen Strukturen der Fundstelle und lieferten auch mit Hilfe hochauflösender Dendroanalysen grundlegende Informationen für deren wissenschaftliches Verständnis. Die Befunde gehören zu den ältesten bekannten Holzbauwerken Österreichs und werfen aufgrund ihrer insularen Lage zentrale Fragen nach deren Funktion und Bedeutung (Mobilität, Repräsentation oder Befestigung?) auf.
Referentin: Marie-Claire Ries, AFIN – Archäologisches Forschungsnetzwerk der Universität Innsbruck
Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Dienstsitz Hemmenhofen, Fachbereich Feuchtbodenarchäologie.
Zoom Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/95104902350?pwd=mtBMYLbRhW4tBmfb9mZaj6M18YKXNn.1
Meeting-ID: 951 0490 2350
Kenncode: 918328
Weitere Infos unter: jasmin.schadmehri@rps.bwl.de, Tel. +49 7735 / 93 777 112
Dezember
07.12.2025 | Familienführung: Weihnachtszauber im Mittelalter
Sonntag, 07. Dezember | 14:30 Uhr
Das Hegau-Museum lädt Kinder und ihre Familien zu einer besonderen Führung über Weihnachtsbräuche im Mittelalter ein. Viele Traditionen wie Weihnachtsmärkte und Krippenspiele entstanden in dieser Zeit. Die Kinder erfahren, wie die Menschen damals die Weihnachtszeit feierten und welche Bräuche sie pflegten. Spiele und Aktivitäten standen genauso im Mittelpunkt der Festvorbereitungen wie das Festessen. Damals kamen andere Speisen auf den Tisch als heute. Besonders wichtig war das Fasten vor den Festtagen. Ebenso wie das Licht der Kerzen, das Helligkeit in die dunkle Jahreszeit brachte. Die Führung von Nuria Schäfer bietet eine spannende Zeitreise und vermittelt Wissen über historische Weihnachtsbräuche, die teilweise bis heute bestehen.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Hegau-Museum Singen, Am Schlossgarten 2; keine Gebühr.
11.12.2025 | Abend der Archäologie: Auf steinigen Pfaden – Befestigte Wegtrassen im eisenzeitlichen Hegau
Donnerstag, 11. Dezember | 18.00 Uhr
Der Bau von antiken Straßen und Wegen wird meist mit den Römern in Verbindung gebracht. Ältere befestigte Wegabschnitte wurden nur selten nachgewiesen. Meist stieß man bei Ausgrabungen in Mooren und Feuchtgebieten auf Bohlenwege oder ähnliche Konstruktionen. Im Landkreis Konstanz kamen in den letzten Jahren bei größeren Flächengrabungen mehrere straßenartige Strukturen zutage. Sie stammen aus der älteren Eisenzeit und liegen auf mineralischen Böden. Der Konstanzer Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald stellt in seinem Überblicksvortrag die Befunde näher vor und gibt spannende Einblicke in diese Infrastrukturmaßnahmen der frühen Kelten im Hegau. Dabei werden auch Ergebnisse der jüngsten Ausgrabungen beim Kieswerk Kohler in Engen-Anselfingen präsentiert.
Ort und Veranstalter: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz. Die Teilnehmeranzahl ist aufgrund der Raumkapazitäten begrenzt, daher bitten wir bis zum 8. Dezember 2025 um Anmeldung per Mail an info@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0. Die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstalter und Partner
Über Uns
Der Landkreis Konstanz gehört zu den fundreichsten Regionen in Südwestdeutschland. Seit 1967 verfügt der Landkreis daher über eine kommunale Archäologie am Landratsamt Konstanz. Die Kreisarchäologie führt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und archäologischen Fachfirmen zahlreiche Rettungsgrabungen in Baugebieten, beim Straßenbau, in Kiesabbaugebieten und bei anderen Bauarbeiten durch. Zusammen mit Museen, historischen Vereinen, Kommunen und Denkmalbehörden werden die Ausgrabungsergebnisse und neusten Entdeckungen in Vorträgen, Führungen und Ausstellungen Einheimischen und Gästen präsentiert. Über diese und weitere Veranstaltungen unserer Partnerinstitutionen können Sie sich hier auf unserem Veranstaltungskalender „archaeologie-landkreis-konstanz.de“ informieren. Wir laden Sie herzlich ein, anhand dieses vielfältigen archäologischen Kulturprogramms, die spannende Geschichte der westlichen Bodenseeregion zu entdecken.